Geschichte

Von der Ziegenblase bis zum Latex

Von Zeit zu Zeit hat sich das Kondom immer weiterentwickelt. Es begann schon 1200 v. Chr. Bei den Griechen, damals bestand das Kondom noch aus einer Ziegenblase. Heute kennen wir das Kondom nur aus einer sehr dünnen Hülle aus Kautschuk.
Die jahrhundert Lange Entwicklung des Kondoms kannst Du dir hier durchlesen:


In der Frühgeschichte verwendeten die Griechen um 1500 v. Chr. bereits Ziegenblasen als Verhütungsmittel und um sich vor Krankheiten und Infektionen zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde viele Materialien ausprobiert. Als wirkungsvollste Art der Kondomherstellung filterten sich die Schafsdärme und andere tierischen Membranen heraus. Die Japaner bevorzugten damals eher Lederhüllen, Fischblasen, Tierdärme und auch Ölpapiere.

1492 Columbus entdeckte Amerika. Doch seine Expedition war nicht ganz ohne Folgen, er schleppte dort auch die Syphilis ein. Schnell entwickelte der italienische Arzt Gabriele Fallopio Leinensäckchen, zum Schutz gegen die ansteckende Geschlechtskrankheit. Diese Säckchen wurden mit Medikamenten wie Quecksilbersalze oder Holzkohlenasche getränkt.

Um 1655 führte der englische Arzt Dr. Contom Kondome aus Schafsdärmen und Fischblasen in ganz Europa ein. Dafür wurde er von König Charles II zum Ritter geschlagen. Aufgrund des Namens von Doktor „Contom“ ist leicht zu schließen, dass das Kondom ihm seinen Namen verdangt, jedoch ist dies nie belegt worden. Eine andere Erklärung für die Namensherkunft könnten die italienischen Worte „condus“ (= Behältnis) bzw. „con“ (ital./lat. „cum“ = „mit“) und „doma“ (lat. „domus“ = „Haus“ oder Kuppel“) darstellen.

Der wohl berühmteste Liebhaber der Geschichte war Casanova. Dieser benutzte im 18. Jahrhundert die nun offiziell betitelten Kondome. Zu der Zeit noch von Hand gefertigt. Diese kostbaren Stücke wurden natürlich nicht nur einmal benutzt, sondern mehrfach. Dafür wurden diese nach dem Geschlechtsverkehr getrocknet und, falls nötig, mit Tierdarm und Knochenleim vorsichtig repariert.

Das 1839 schon lange bekannte Naturprodukt „Kautschuk“ modernisiert schließlich das Kondom. Den Pflanzensaft Kautschuk machte der Amerikaner Charles Goodyear (1800-1860) erstmals dauerhaft elastisch und entwickelte das Verfahren der Vulkanisation. Goodyear legte damit den Grundstein für die industrielle Fertigung und Entwicklung von Autoreifen (heute eine bekannte Reifenmarke) und eben auch von Kondomen. Mit der Vulkanisation war es möglich geworden, Gummi herzustellen, welches wasser-, wärme und kältefest, sowie bruchstabil war.
Goodyear stellte 1855 das erste Gummi – Kondom vor. Es hat eine Wandstärke von 1-2 mm (zum Vergleich – heute sind es 0,06mm).

Erst 1901 perfektioniert Julius Fromm die Kondom-Produktion, weil er, im Gegenteil zu anderen Herstellern, einen Glaskolben in eine Latexlösung eintaucht. Dank diesem Verfahren entstanden hauchdünne Kondome.

1919 stellte Julius Fromm erstmals maschinell gefertigte Kondome vor, so wie wir sie heute kennen. Damit waren Fromms Kondome die aller ersten Markenkondome, die in großer Stückzahl hergestellt werden konnten.
Vielerorts bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren Kondome verboten, oder nur zum medizinischen Gebrauch erlaubt. Selbst heute wird die Verwendung von Kondomen von religiöser Seite des Vatikans vielfach abgelehnt.

In Mode kommen 1960 die feuchtigkeitsbeschichteten Kondome und erhöhen somit den Gebrauchskomfort.

1981 werden die Kondome erstmals mit Aromastoffen, wie z.B. Erdbeere versehen.

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